Der Schaukelstuhl soll seinen Ursprung in Massachusetts im Jahr 1620 haben, obgleich man sich unschwer auch noch ältere – europäische – Exemplare vorstellen kann. In den 1970er Jahren war er ein geflochtenes Möbelstück mit dem Anspruch an Opa-Gemütlichkeit, heute gibt es ihn in modernsten Design-Varianten.
Die unterschiedlichsten Stilrichtungen
Drehbar und rollbar gibt es den Schaukelstuhl schon lange, Benjamin Franklin soll durch seine Bibliothek mit so einem Modell gebraust sein. Ein wenig hat er auch den Südstaaten-Charme behalten, aber moderne Design-Liebhaber mit Hang zur Gemütlichkeit können auch völlig en vogue schaukeln. Die unterschiedlichsten Stilrichtungen sind heute verfügbar, Farben und Formen übertreffen sich in ihrer Bandbreite. Vom Klassiker aus hochwertigem Holz, mit Leder kombiniert, bis zum Designer-Schaukelstuhl in buntem Filz können Sie schaukeln, wie Ihr Herz es begehrt. Auch das schnörkellose Bastgeflecht gibt es nach wie vor, und ganz schlicht, wenn auch nicht weniger elegant, kommt der unkomplizierte Stahl-Schaukelstuhl daher, rostfrei selbstredend. Romantiker wählen einen tiefergelegten Schaukelstuhl, die Sitzfläche belegt mit weichem, luftigen Schaumstoffgemisch, das einen Bezug mit üppigem Blumendekor trägt.
Der Schaukelstuhl Nr. 1
Berühmt wurde der deutsche Tischlermeister Michael Thonet (1796 – 1871), der den Schaukelstuhl Nr. 1 konstruierte. Dieser besteht aus hohlen Buchen-Rundstäben, die über Wasserdampf ihre Form erhalten, im Inneren dieser Stäbe entsteht Stabilität durch weitere, kunstvoll verschnörkelte Stäbe. Zwischen den Rundstäben befinden sich zwei viereckige Profil-Rahmen, über die ein gespanntes Rohrgeflecht die Sitz- und Rückenlehne ergibt. Nur dieser Schaukelstuhl ist eigentlich der wahre Schaukelstuhl – es gibt ihn wegen der Kosten leider nur auf Anfrage.