Servierwagen

Die gab es doch schon mal! Ist nur schon etwas länger her. Die Älteren werden sich noch erinnern, die Jüngeren kennen Servierwagen von Fotos oder aus alten Filmen. Damals – das waren die 50er und 60er Jahre. Nach den Entbehrungen der Nachkriegszeit gönnten sich die Menschen üppige Mahlzeiten, luden gern Gäste ein, und da war der Servierwagen ein praktischer Helfer. Dann war seine Ära erst mal vorbei, er galt gar als spießig.

Dabei gab es unter den damaligen Servierwagen durchaus ansehnliche Modelle, mit Glasplatten sowie Messingkanten und -griffen und zierlichen Rädern fein genug für die gute Stube. Wenn sie gerade nicht als Transportmittel zwischen Küche und Wohnzimmer im Einsatz waren, standen sie als Reservetischchen nur wenige Meter von der Tafel entfernt.

Nun sind sie wieder da! Wie früher haben sie zwei Ablageflächen – eine untere kurz über dem Fußboden, gut geeignet für Getränkenachschub oder Geschirr, und eine obere, auf der Speisen oder Tee- beziehungsweise Kaffeekannen und vieles mehr Platz finden. Es gibt Modelle mit vier Rädern und solche mit nur zweien plus zwei Beinen wie bei einem Tisch. Beim Rollen müssen diese an einer Seite etwas angehoben werden, wodurch sich eine leicht schiefe Ebene mit ihren Risiken bildet. Andererseits sind diese Servierwagen durch die fixierenden Beine standfester, können sich nicht wie der andere Typ selbstständig machen.

Inzwischen gibt es Servierwagen in so zahlreichen Ausführungen wie nie: in rustikalem Holz – besonders gut passend zur Grillparty, in poppig-bunt, mit drei Etagen, zusammenklappbar, kreisrund, als Trolley, rein funktional oder als kostbare Replik eines berühmten Designermodells.