Sitzball


Viele Menschen machen mit einem Sitzball erst in einer Krankengymnastikpraxis Bekanntschaft. Dabei empfiehlt sich ein Sitzball bereits zur Vorbeugung gegen Rückenbeschwerden. Ob im Büro oder der eigenen Wohnung – ein Sitzball ist eine äußerst ratsame Anschaffung und mehr als eine gute Alternative zum herkömmlichen Bürostuhl.

Ein Sitzball schult den Gleichgewichtssinn und zwingt zum aufrechten Sitzen. Durch häufigere leichte Veränderungen der Sitzposition und bessere Entspannung verbessern sich Durchblutung und Atemvolumen, was beides auch dem Gehirn zugutekommt und die intellektuelle Leistung steigert. Weiter erwies sich, dass durch die stete Mitbeteiligung des Gleichgewichtssinnes sich im Gehirn sogar neue Verschaltungen bilden, die zusätzlich das Denken fördern.

Die Wahl eines Sitzballes hängt von der Größe seines Benutzers ab. Die Knie sollten einen jeweiligen Winkel von etwa 100 Grad bilden. Daraus folgt für eine Körpergröße von 1,65 m bis 1,78 m ein empfohlener Durchmesser des Sitzballes von 65 cm, darüber von 75 cm. Da auch die individuelle Beinlängenproportion eine Rolle spielt, bietet sich ein Probesitzen beim Händler an. Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor ist die Aufblasstärke. Gelegentlich fragen Interessierte besorgt, ob denn wohl ein Sitzball platzen könne. Sie stoßen häufig auf Gelächter, aber ihre Bedenken sind durchaus nicht abwegig. Ein Sitzball kann platzen, wenn er aus dafür nicht gut geeignetem Material besteht. Sitzbälle aus Crylon mit Anti-Burst-System (ABS) sind sicher!

Trotz der gesundheitlichen Vorzüge eines Sitzballes sollte niemand ausschließlich darauf sitzen. Rund 2/3 bis die Hälfte der Sitzzeit sollte auf altgewohnten Sitzmöbeln verbracht werden. Der Rücken schätzt Abwechslung, dazu kommt, dass das auf dem Sitzball neu erlebte und entwickelte Sitzverhalten auf andere Sitzgelegenheiten übertragen wird. Die neue Körperhaltung beim Sitzen automatisiert sich unbewusst.

(bild copyright: http://www.flickr.com/photos/saranv/3021777108/)